Startseite Ihres Sozialverbandes (Kreisverband Salzgitter) > Aktuelles > 45 Prozent mehr Altersrenten im vergangenen Jahr bewilligt


45 Prozent mehr Altersrenten im vergangenen Jahr bewilligt

Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover: 
Deutlich mehr Neurentner in 2014

Die Zahl der Neurentner ist im vergangenen Jahr nach oben geschnellt. Etwa 63.500 Menschen zahlte allein die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover 2014 erstmals eine finanzielle Absicherung. Das sind 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Vergleich: 2013 lag der Anstieg bei gut sechs Prozent. Das teilte der niedersächsische Rentenversicherer jetzt mit.

Besonders auffällig ist der Zuwachs bei den Neurentnern, die aus Altersgründen in den Ruhestand gingen. Ließen 2013 deshalb noch rund 25.700 Menschen das Arbeitsleben hinter sich, waren es im Jahr darauf 37.300. Das entspricht einem Anstieg von 45 Prozent.

Grund für das Plus an Altersrenten sind einerseits die steigenden Geburtenzahlen nach dem Zweiten Weltkrieg. Noch mehr ins Gewicht fällt allerdings das im Juli 2014 in Kraft getretene Rentenpaket der Bundesregierung. Es ermöglicht Versicherten nach 45 Beitragsjahren eine abschlagsfreie Rente – derzeit ab dem 63. Geburtstag und damit zwei Jahre früher als zuvor.

Während in den ersten sechs Monaten des Jahres 400 besonders langjährig Versicherte noch zu den alten Bedingungen in Rente gingen, nutzten mehr als 8.000 im zweiten Halbjahr den abschlagsfrei möglichen Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Etwa die Hälfte von ihnen war 63 Jahre alt, 2.300 hatten bereits ihren 64. Geburtstag hinter sich und 1.700 waren 65 Jahre alt.
Unter den Neurentnern sind auch viele ältere Mütter. So erhielten etwa 6.000 Frauen im vergangenen Jahr erstmals eine eigene Altersrente – dabei hatten sie das gesetzliche Rentenalter längst erreicht. Aufgrund des zweiten Beitragsjahres, das ihnen seit Juli für jedes vor 1992 geborene Kind angerechnet wird, erfüllen sie nun die Voraussetzungen für die Altersrente.

Der allgemeine Zuwachs an Neurentnern wurde aber auch leicht gedrosselt: Um drei Prozent auf 16.800 sank die Zahl von Hinterbliebenen, die nach dem Tod eines Elternteils oder Partners mit einer Rente abgesichert wurden. Den gleichen Rückgang verzeichnet der Rentenversicherer bei den krankheitsbedingten Frührentnern. 2014 wurden 9.250 Erwerbsminderungsrenten bewilligt.

Die gesetzlichen Neuregelungen im vergangenen Jahr sorgten für einen enormen Beratungsbedarf bei den Kunden. So ließen sich landesweit rund 275.000 Menschen von den Experten für Rente, Reha und Altersvorsorge persönlich beraten. 185.000 Ratsuchende erhielten Auskunft am kostenlosen Servicetelefon 0800 1000 480 10.